Import

Was muss ich beim Import beachten?

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Für eine ordnungsgemäße Importverzollung müssen zahlreiche Anforderungen vor dem ersten Transport erfüllt sein. Neben den korrekt ausgestellten Dokumenten (siehe „Notwendige Handelsdokumente“) müssen Sie als Importeur registriert sein und über eine gültige EORI Nummer (=Identifizierung als Wirtschaftsbeteiligter) und Umsatzsteueridentifikationsnummer verfügen.

Des Weiteren sind Sie als Importeur bzw. Inverkehrbringer der Ware verantwortlich für die entsprechende Dokumentation (Importlizenzen, CE-Zertifizierung, ect.) und müssen die zur Anmeldung zu nutzende Zolltarifnummer bereitstellen. Sollten Sie Hilfe bei der korrekten Tarifierung Ihrer Ware benötigen, empfiehlt sich eine Prüfung mit der unverbindlichen Zolltarifauskunft.

Detaillierte Erläuterungen und Voraussetzungen für den Warenimport beispielsweise zur Beantragung der EORI Nummer oder unverbindlichen Zolltarifauskunft sind im folgenden Link der Industrie- und Handelskammer sowie des Zolls zu finden: hk24.de

Sobald alle Voraussetzungen erfüllt sind und der Transport in die Wege geleitet wurde, gilt es zu bestimmen, welche Form der Verzollung benötigt wird. Da es auch hier eine Vielzahl an Optionen basierend auf dem jeweiligen Verwendungszweck bzw. Ihren Anforderungen gibt, haben wir nachfolgend die gängigsten Varianten aufgeführt.

1. Standardimportverzollung zum freien Verkehr

Importeur mit Firmensitz in Deutschland lässt die Ware aus einem Drittland in einem deutschen Hafen (z.B. Hamburg) zum freien Verkehr abfertigen. Es wird sofort der Zoll (sofern die Ware nicht zollfrei ist) und die deutsche Einfuhrumsatzsteuer (19%) fällig.

2. Erstellung Transitdokument (T1)

Importeur mit Firmensitz in Deutschland lässt die Ware aus einem Drittland in einem deutschen Hafen (z.B. Hamburg) zum freien Verkehr abfertigen. Es wird sofort der Zoll (sofern die Ware nicht zollfrei ist) und die deutsche Einfuhrumsatzsteuer (19%) fällig.

3. Fiskalverzollung

In Deutschland ansässiger Importeur lässt die Sendung im EU-Ausland (z.B. Rotterdam, Niederlande) zum freien Verkehr abfertigen. Die Abfertigung in seinem Namen macht ein bevollmächtigter Fiskalvertreter (i.d.R. eine holländische Spedition). Es fällt wie in DE sofort der Zoll an (Zollsätze sind EU-weit einheitlich), nicht aber die 19% deutsche Einfuhrumsatzsteuer. Nach Abfertigung zum freien Verkehr in NL geht die Sendung dann "quasi" als innergemeinschaftliche Lieferung umsatzsteuerfrei nach Deutschland.

Die zunächst "gesparte" Einfuhrumsatzsteuer wird dann später indirekt über die Umsatzsteuer-Anmeldung des Unternehmens abgeführt (vereinfacht ausgedrückt).

Das interessante an der Abfertigung via Fiskalvertretung im EU-Ausland ist ein Steuerstundungseffekt, die Einfuhrumsatz- bzw. Mehrwertsteuer wird erst später fällig, das Unternehmen hat einen Liquiditätsvorteil.

Eine nicht ordnungsgemäße Zollabwicklung birgt zahlreiche Risiken, welche nicht nur wirtschaftliche Sanktionen umfassen, sondern auch (straf-)rechtliche Konsequenzen herbeiführen können.

Kontaktieren Sie uns gern für eine ausführliche und kompetente Beratung im komplexen Themengebiet der Zollangelegenheiten.

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